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Ohrkerzen – Wellness oder gegen Ohrenschmalz?

2012 Oktober 29
von zarosa

Immer wieder hört und liest man von Ohrkerzen oder Hopi-Kerzen. Jeder hat sicher schon einmal ein Bild gesehen, bei dem ene Frau/ein Mann auf der Seite lag und eine lange, dünne „Kerze“ in seinem Ohr steckte. „Was soll das“, wird der ein oder andere schon mal gedacht haben. Mal liest man, Ohrkerzen dienen zur Reinigung der Ohren, mal heißt es, sie entspannen – was stimmt denn nun? Hier kommen die Antworten auf diese und andere Fragen rund um Ohrkerzen/Hop-Kerzen:

Nur die wenigsten wissen, dass es Ohrkerzen bereits seit mehr als 900 Jahren gibt – sie sind alle keine neue Erfindung der Wellness-Industrie: Ursprünglich stammen sie aus Mittel- und Südamerika. Dort wurden Ohrkerzen bereits früher von Naturvölkern (den Hopi-Indianern) eingesetzt. Heute sind auch in der westlichen Welt ein beliebtes Mittel zur Entspannung. Man setzt Ohrkerzen beispielsweise bei Stress oder Störungen im Nasen-, Hals- und Ohrenraum ein. In der Regel bestehen sie aus Bienenwachs, häufig gibt es aber auch Ohrkerzen, die noch zusätzlich mit ätherischen Ölen oder mit Extrakten aus Kräutern wie Thymian, Kamille, Johanniskraut, Salbei oder auch Schachtelhalm angereichert sind. Ohrkerzen sind rund 20 cm lang und ähneln optisch einem Strohhalm.

Die Wirkung der Hopi-Kerze ist zwar nicht klinisch bestätigt, allerdings bieten zahlreiche Naturheilpraxen eine Therapie damit an. Man setzt Ohrkerzen auf den äußeren Gehörgang auf und zündet sie am oberen Ende an. Der dabei entstehende Unterdruck sendet im Inneren des Ohres sanfte Reize an das Trommelfell aus. Gleichzeitig vibriert das Trommelfell und wird sozusagen „massiert“. Von der Hopi-Kerze geht darüber hinaus eine leichte Wärme aus, die sehr angenehm und entspannend wirkt und noch dazu die Durchblutung fördern kann. Ebenso kommt es vor, dass sich die Vibration positiv auf Entzündungen im Nasennebenhöhlenbereich auswirken.

Ohrkerzen helfen nicht gegen Ohrenschmalz

Fälschlicherweise wird die Hopi-Kerze häufig zur Reinigung des Gehörgangs eingesetzt: Vor diesem Irrglauben warnen sogar Gesundheitsexperten eindringlich, denn man kann sich dabei an der Ohrmuschel oder im Gesicht verbrennen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man die Hopi-Kerze bei der Anwendung still hält – auf diese Weise kann das Wachs nicht in das Ohr eindringen und unter Umständen sogar das Trommelfell schädigen.

Vielen Menschen ist es nicht bewusst, dass das Reinigen des Ohres eigentlich nicht notwendig ist, denn diese Funktion kann der Körper selbst regulieren. Dennoch ist es natürlich nicht verboten, äußere Verunreinigungen an der Ohrmuschel zu entfernen. Dafür verwendet man am besten ein feuchtes Wattestäbchen, das ohne Druck und sanft zur Reinigung angewandt wird. Alternativ dazu kann man nach der Dusche etwas warmes Wasser in das Ohr fließen und zusammen samt dem dadurch verflüssigten Sekret mit einem Waschlappen abtupfen.

  1. Alexander Permanenter Link
    November 16, 2012

    Wow hört sich gut an, schade das es wissenschaftlich nicht bewiesen ist das es hilft, aber ich würde es trotzdem mal ausprobieren, meine Nase macht mir ständig Probleme

  2. März 12, 2013

    Ich habe sogar mal Ohrkerzen bei unserem Kater ausprobiert. Er hat ganz sanft geschnurrt und blieb die ganze Zeit still liegen…

    Wenn vielleicht auch nicht wissenschaftlich bewiesen, so kann eine Anwendung, die ganz offensichtlich der Entspannung dient, ja nicht verkehrt sein. Wer hilft, hat Recht…

  3. August 19, 2013

    Hallo,
    Ich habe leider noch nie etwas derartiges gehört. Das dies nicht gegen Ohrenschmalz hilft, muss ja klar sein…. Aber der Effekt, der entspannung soll so gut sein. Das werde ich mal ausprobieren!
    Toller Blog. Lg. Maike

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