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Anwendungsmöglichkeiten von Johanniskraut

2011 November 27
von zarosa

Wenn Stress und Probleme im Alltag zuschlagen oder das Wetter auf das Gemüt schlägt, greifen viele Menschen zu Johanniskraut. Die Geschichte der Heilpflanze Hypericum perforatum auch Johanniskraut genannt, begann bereits vor über 2.000 Jahren. Damals wurden die Bestandteile der Heilpflanze bei Blasenbeschwerden, Fieber, Verbrennungen und zur Wundbehandlung eingesetzt.

Zudem wurde im Mittelalter die Heilpflanze als fuga daemonum oder Hexen- und Teufelskraut bei der Teufelsaustreibung verwendet. Vermutlich litten die zu Heilenden unter depressiven Verstimmungen, was damals als Besessenheit interpretiert wurde. So fand das Heilkraut im Laufe der Jahrhunderte Anwendung gegen zahlreiche Krankheiten.

Anwendung von Johanniskraut

In der Medizin finden fast alle Teile des Johanniskrauts Verwendung. Beispielsweise wird durch das Ausziehen der Blüten mit Sonnenblumen-, Weizenkeim- oder Olivenöl das Johannisöl gewonnen. Aufgrund seiner Farbe wird es auch als Rotöl bezeichnet. Dieses wird als Wundheilmittel zur äußerlichen Anwendung, zur Pflege spröder Haut oder auch alten Narben, Muskelrissen und Blutergüssen sowie bei Verbrennungen ersten Grads gebraucht. Wesentlich öfter wird Johanniskraut in Form von Tabletten oder Kapseln bei leichten und mittelschweren Depressionen sowie bei depressiven Verstimmungen, Nervosität und Unruhezuständen sowie bei Angststörungen verwendet.

Wirkung von Johanniskraut

Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und beeinflusst den Nervenstoffwechsel im Gehirn. Ergänzend wirkt es angstlösend und antidepressiv. Dabei beruhen depressive Verstimmungen auf einer Verminderung unterschiedlicher Botenstoffe, wie zum Beispiel Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Johanniskraut erhöht den Anteil dieser Botenstoffe, in dem der Inhaltsstoff Hyperforin die Wiederaufnahme in die Nervenzellen hemmt. Die Wirkung von Johanniskraut ist erst nach ungefähr 3 Wochen spürbar. Aus diesem Grund sollte das Präparat nicht zu früh abgesetzt werden. Zudem wird eine nachhaltige Wirkung erst nach 4-6 Monaten erzielt.

Dosierung von Johanniskraut

Johanniskraut kann in Form von Tees, Kapseln, Tropfen oder auch Pflanzensaft eingenommen werden. Bei depressiven Symptomen sollte die im Beipackzettel angegebene Dosis genommen und nicht unter- oder überschritten werden. Die normale Dosis entspricht in der Regel 700-900 Milligramm pro Tag. Dabei richtet sich diese Empfehlung an frei verkäufliche Johanniskrautpräparate aus der Apotheke. Oftmals sind Präparate aus dem Supermarkt sehr niedrig dosiert.

Johanniskraut: die Nebenwirkungen

Zu beachten ist, das Johanniskraut zwar pflanzlich ist, jedoch vergleichbar mit einem Psychopharmakon ist. So sind Nebenwirkungen, wie zum Beispiel eine leichte Benommenheit sowie eine größere Empfindlichkeit der Haut in der Sonne oder im Solarium wahrscheinlich. Große Vorsicht ist geboten, wenn Johanniskraut mit anderen Medikamenten kombiniert wird, denn es kann zu schwerwiegenden Interaktionen kommen. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, vor der Einnahme des Johanniskrauts mit einem Arzt zu sprechen.

Des Weiteren ist es durchaus empfehlenswert, bei ernsten Anzeichen für eine Depression einen Psychiater oder Psychologen aufzusuchen. Ein akutes Alarmzeichen kann eine grundlose Missstimmung sein, die über mindestens 14 Tage hinweg kontinuierlich andauert.

  1. Dezember 2, 2011

    Hallo,

    sehr interessanter Artikel. Gerade in der Winterzeit sind durch das fehlende Sonnenlicht Depressionen weit verbreitet. Da muß man ja nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Die Natur stellt genügend Heilmittel bereit.

  2. Dezember 15, 2011

    Hallo Claudia,

    da hast du völlig Recht! Man sollte zuerst die natürlichen Produkte probieren, nicht nur aus Verträglichkeitsaspekten, sondern auch weil es viel viel günstiger ist, als ein Arzneimittel, dass die selben Eigenschaften hätte.

    Viele Grüße!

  3. Dolce Vita Hotels Permanenter Link
    April 18, 2012

    Gut recheriert, kompliment. Nicht nur für Johanniskraut gibt es Anwendungsmöglichkeiten. Was auch sehr gefragt ist, sind die Berg-Pflegeprodukte der Dolce Vita Hotels in Südtirol. Dort werden viele natürliche Produkte wie Edelweis, Alpenrose oder Lavendel verwendet.

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