Springe zum Inhalt

Schnelles Handeln bei Haarläusen

2011 November 22
von zarosa

Haarläuse oder auch Kopfläuse genannt, können sich an allen Körperhaaren ansiedeln. Gerne siedeln sie sich direkt in den Haaren auf dem Kopf an. Sie sind kleine blutsaugende Parasiten und treiben gerne im Herbst oder im Winter ihr Unwesen. Durch ihre Bisse wird die Haut gereizt und es können Beschwerden in Form von Schuppen, Pusteln oder Krusten entstehen. Weiter typische Symptome eines Läusebefalls sind Rötungen, Blasenbildungen sowie ein starker Juckreiz.

Was sind Haarläuse?

Die winzigen Parasiten besiedeln nicht nur die Kopfhaut, sondern legen auch Eier in die Haare ab. Diese werden auch als Nissen bezeichnet. Es ist nicht einfach, Läuse und Nissen zu bekämpfen und wieder loszuwerden. Hauptsächlich sind Kinder von Läusen betroffen. Dabei verbreiten sie sich von Kind zu Kind gerade im Kindergarten oder in der Schule sehr schnell. Das gemeinsame Benutzen von Bürsten, Kämmen, Handtüchern, Kleidung oder anderen Dingen kann diese Verbreitung noch beschleunigen. Aus diesem Grund sollte im Kindergarten oder in der Schule von einem Läusebefall sofort berichtet werden.

Entgegen der Meinung, dass einige Menschen immer noch glauben, dass Läuse ein Zeichen von Unsauberkeit sind, ist es tatsächlich so, dass ein Läusebefall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat. Dies wurde auch von Forschern bestätigt, die in unterschiedlichen Studien herausgefunden haben, dass bei ungefähr 10 % aller Kinder bereits ein Läusebefall verzeichnet wurde. Ob lange Haare einen Läusebefall begünstigen, ist bislang noch nicht bewiesen. Allerdings erschweren es lange Haare, die Parasiten zu finden und zu bekämpfen. Ebenso existiert kein Nachweis darüber, dass Läuse schmutzige Haare bevorzugen, da sie sich ausschließlich von Blut ernähren und nicht von den Hautzellen oder dem Schmutz auf der Kopfhaut.

Läusebefall

Ein sicheres Zeichen für den Befall von Läusen, ist das Finden einer lebenden Laus in den Haaren. Allein der Juckreiz bedeutet nicht, dass eine Ansteckung erfolgt ist. Eine Kopflaus wird ungefähr 2-3 Millimeter groß und besitzt einen flachen graubraunen Körper sowie keine Flügel. Im Gegensatz zu Flöhen können Läuse nicht springen. Aufgrund ihrer Größe können sie nur schwer entdeckt werden. Empfehlenswert ist das Kämmen von feuchten Haaren. Hierbei können sie relativ gut entdeckt werden.

Behandlung von Kopfläusen

Werden zweifelsfrei Läuse entdeckt, so werden sie nicht von allein wieder verschwinden. Eine Behandlung durch unterschiedliche Mittel ist hier unabdingbar. So können Läuse effektiv mit einem speziellen Kamm, einem insektengiftfreien Mittel oder auch mit einer Lösung auf Insektizid-Basis behandelt werden. Entsprechende Mittel sowie Informationen hierzu sind in der Regel in allen Apotheken sowie bei einem Arzt erhältlich. Eine Neuerung im Kampf gegen Läuse ist der sogenannte elektrische Läusekamm. Hier liegen zwei Kammsegmente nahe zusammen, zwischen denen eine elektrische Spannung liegt. Aus diesem Grund darf der Elektrokamm nur bei trockenem Haar benutzt werden. Nach dem Anschalten des Kammes ertönt ein hochfrequenter Ton, der sofort erlischt, wenn Läuse oder Nissen zwischen die Kammsegmente geraten. Zudem werden die Läuse und Nissen durch die elektrische Spannung abgetötet. Für Menschen ist dieser elektrischer Impuls völlig ungefährlich.

Läuse – wann einen Arzt aufsuchen?

Trotz zahlreicher Hausmittel gegen Kopfläuse sollte ein Hausarzt aufgesucht werden. Nicht nur, weil sich die Parasiten schnell vermehren, sondern auch deshalb, weil Läuse auch Krankheiten übertragen können. Eine medizinische Abklärung ist in jedem Fall sinnvoll.

Hinterlasse eine Antwort

Hinweis: Sie können einfaches HTML in Ihren Kommentaren verwenden. Ihre E-Mail-Adresse werden wir niemals veröffentlichen.

Abonnieren Sie diese Kommentare über RSS