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Was tun bei Alterssichtigkeit?

2011 Dezember 13

Die so genannte Alterssichtigkeit, oder auch Presbyopie, ist ein völlig natürlicher Prozess. Ab etwa dem 40. Lebensjahr verhärtet sich die Augenlinse und ist damit immer weniger in der Lage Bilder in der Nähe scharf stellen zu können. Zeitungen oder Preisetiketten müssen daher immer weiter weggehalten werden, um noch klar erkenn- und lesbar zu sein. Daher sieht man oft, dass ältere Menschen beim Lesen ihre Arme ausstrecken und die Zeitung oder das Buch ganz weit weg halten.
Ältere Menschen, die zuvor noch keine Brille benötigt haben, können die Alterssichtigkeit ganz einfach mit einer Lesebrille korrigieren. Wer zuvor bereits eine Brille benötigt hat, wird sich mit einer Lesebrille eher schwer tun, da er laufend die Brille wechseln müsste. Das kann auf Dauer ziemlich nerven. In diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten auf die einsetzende Alterssichtigkeit zu reagieren.

Wenn die Lesebrille nicht mehr ausreicht: Bifokalbrille vs. Gleitsichtbrille

Die bekannteste Variante dürfte wohl die Bifokalbrille sein, die jedoch immer seltener wird. Hier wird im unteren Bereich des Brillenglases eine weitere Linse eingeschliffen, die scharfes Sehen im Nahbereich ermöglicht. Diese Linse ist deutlich vom übrigen Glas abgetrennt und damit sichtbar. Zudem entsteht beim Übergang vom Fernbereich in den Nahbereich ein deutlicher Bruch, der sehr gewöhnungsbedürftig ist. Beide Probleme werden durch so genannte Multifokalgläser gelöst. Multifokalgläser nennt man die Glaslinsen von Gleitsichtbrillen. Die meisten Brillen lassen sich gegen einen geringen Aufpreis als Gleitsichtbrille verglasen. Bei diesen Gläsern ist der Übergang zwischen Nah- und Fernsicht fließend. Damit werden auch die Zwischenbereiche korrigiert und es entsteht kein Bruch beim Wechsel zwischen Nähe und Ferne. Zudem sind Gleitsichtgläser nicht als solche erkennbar. Da die Übergänge fließend gestaltet sind, lassen sich Gleitsichtgläser nicht von Einstärkengläsern unterscheiden. Damit erhält meine eine sehr elegante Lösung eine Alterssichtigkeit zu korrigieren.

Wer seine Fehlsichtigkeit bisher mit Kontaktlinsen ausgeglichen hat, möchte und braucht nicht auf diesen Komfort verzichten. Man unterscheidet dabei zwischen drei  verschiedenen Systemen: alternierend, simultan und Monovision. Das alternierende System gleicht weitestgehend dem Aufbau von Bifokalgläsern. Nah- und Fernbereich sind deutlich voneinander abgetrennte Zonen auf der Linse, wodurch auch hier ein deutlicher Bruch zwischen den beiden Zonen entsteht. Bei diesem alternierenden System ist eine gute Beweglichkeit der Kontaktlinsen unabdingbar. Je nach Blickrichtung muss der Nahbereich vor oder unter die Pupille verschoben werden. Neben einiger Gewöhnungszeit ist dazu vor allem die Festigkeit des Unterlides wichtig, da die Linse sonst nicht im Auge verrutscht werden kann.

Bei Multifokallinsen mit simultanem System sind die Zonen für Nähe und Ferne ringförmig angeordnet. Dadurch nehmen die Augen jeweils Bilder aus beiden Bereichen wahr und das Gehirn muss sich angewöhnen nur das scharfe Bild zu beachten. Auch hier unterscheidet man zwischen bifokal mit Zonen für Nah- und Fernbereich und multifokal mit einem fließenden Übergang zwischen den beiden Bereichen.

Bei der Monovision schließlich wird auf dem so genannten Führungsauge eine Linse für die Fernsicht angepasst und das andere Auge wird in die Nähe korrigiert. Auch hier muss das Gehirn lernen nur ein Bild wahrzunehmen.

  1. Dezember 13, 2011

    Hallo,

    langsam aber sicher kommt bei mir auch die Zeit, in der ich immer schlechter sehe. Dabei bin ich erst 35 und hatte noch nie irgendwelche Probleme mit meinen Augen.

    Der Shop von MisterSpex gefällt mir wirklich sehr gut! Große Auswahl, günstige Preise. Kann man nichts sagen.
    Werde dort definitiv was bestellen!

    Gruß, David

  2. Christian Walter Permanenter Link
    Dezember 15, 2011

    Danke für den informativen Blogeintrag.

    Betrifft mich zwar noch nicht, aber Vorbereitung ist alles 😀

  3. Januar 4, 2012

    Ich muss sagen dass ich nun Mitte 40 bin und es mit meiner Sehkraft doch steil bergab geht – danke für den Beitrag!

  4. Juli 15, 2012

    Sehr interessanter Beitrag. Das hilft den ein oder anderen doch ein ganzes Stück weiter.

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