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Nahrungsergänzung für Schwangere

2011 Dezember 22

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage einer guten Gesundheit. Nahrungsergänzungsmittel sind seit langem ein verbreiteter Trend und werden nicht mehr nur von Sportlern eingenommen. Eine große Anzahl von Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen werden für Schwangere angeboten. Oftmals kann dies des Guten zu viel sein. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen.

Während der Schwangerschaft ist vor allem der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen deutlich erhöht. Dabei kann die empfohlene Zufuhr von Nährstoffen durch eine abwechslungsreiche und gesunde Kost problemlos abgedeckt werden. Die Ausnahmen bilden hier nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse Folsäure, Jod, Vitamin C und manchmal auch Eisen sowie Kalzium.

Weitere Nahrungsergänzungsmittel sind oftmals überflüssig. Nur bei Mehrlings-Schwangerschaften oder bei dicht aufeinanderfolgenden Schwangerschaften kann es großen Mangelerscheinungen kommen, sodass der behandelnde Arzt ein entsprechendes Mittel empfiehlt.

Nahrungsergänzung: Folsäure

Die Folsäure ist ein wasserlösliches B-Vitamin und ist für Schwangere besonders wichtig. So kann ein Mangel an Folsäure nicht nur die Entwicklung des Embryos beeinträchtigen, sondern auch das zentrale Nervensystem schädigen. Zudem verhindert Folsäure, dass sich das Neuralrohr (offener Rücken) beim Embryo schließt.

Während der Schwangerschaft sollten Frauen laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ungefähr 600 Mikrogramm Folsäure täglich zu sich nehmen. Zudem wird von der DGE empfohlen, in den ersten 12 Schwangerschaftswochen zusätzlich 400 Mikrogramm Folsäure, zum Beispiel in Form von Supplementen einzunehmen. Ab der 13. Schwangerschaftswoche kann der erhöhte Folsäurebedarf auch durch eine gesunde Ernährung abgedeckt werden. Dabei enthalten gerade alle grünen Gemüsesorten, Vollkornprodukte sowie Zitrusfrüchte viel Folsäure.

Für die richtige Dosierung und um eine Überdosierung zu vermeiden, sollte die Folsäurezufuhr in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Nahrungsergänzung: Jod

Jod gehört zu den kritischen Wirkstoffen, da er nicht über die normale Ernährung aufgenommen werden kann. Ungefähr 120 Mikrogramm werden täglich über die Nahrung aufgenommen. So entsteht bei Schwangeren eine Versorgungslücke von ungefähr 100-150 Mikrogramm. Um diese Versorgungslücke zu schließen, sollten Schwangere konsequent Jodsalz verwenden und zudem regelmäßig Seefisch essen.

Ein Jodmangel kann zu einer Behinderung des Wachstums, der Knochenreifung sowie der Gehirnentwicklung des Embryos führen.

Jod kann in Form von Tabletten (100-150 Mikrogramm) eingenommen werden. Dies sollte allerdings erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt geschehen.

Nahrungsergänzung: Eisen, Vitamin C und Kalzium

Gerade in den letzten 3-4 Monaten einer Schwangerschaft ist die Versorgung mit Eisen besonders wichtig, da das Baby in dieser Zeit besonders schnell wächst. Der Eisenbedarf bei Schwangeren liegt bei ungefähr 30 Milligramm. Auch hier sollte auf eine ausgewogene Ernährung nicht verzichtet werden. Gerade Trockenfrüchte, grünes Gemüse, rotes Fleisch, Fenchel sowie Vollkornprodukte enthalten viel Eisen. Des Weiteren wird bei einer Vorsorgeuntersuchung überprüft, ob die Eisenwerte zu niedrig sind.

Die Aufnahme sowie Verwertung von Eisen wird durch Vitamin C gefördert. Kaffee und Tee dagegen können die Aufnahme von Eisen hemmen. Aus diesem Grund sollte direkt nach den Mahlzeiten kein Kaffee oder Tee getrunken werden.

Die Zufuhr von Kalzium ist während einer Schwangerschaft ebenso wichtig, da hiermit das Knochengerüst des Babys aufgebaut und gefördert wird. In der Regel lässt sich der Kalziumbedarf durch die ausreichende Zufuhr von Milchprodukten sowie auch kalziumreiche Mineralwässer decken. Sollten Milchprodukte nicht vertragen werden, können Kalziumpräparate in Betracht gezogen werden. Aber auch hier gilt, dass dies nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollte.

  1. Tina Weniger Permanenter Link
    Januar 4, 2012

    Ich schwöre wirklich auf Vitamin C. Während der Schwangerschaft geht es mir immer so viel besser! Kann das nur jedem empfehlen!
    Allgemein empfiehlt der Hausarzt bei der Schwangerschaft Mittel, die man definitiv nehmen sollte. Das schadet ebenfalls nichts!

    Grüße,
    Tina

  2. November 8, 2012

    Ich denke, Folsäure ist eines der wichtigsten Vitaminen in der Schwangerschaft. Mein Frauenarzt riet mir dringend zu der Einnahme, nicht nur weil ich schon über 30 bin, sondern auch weil sich durch die Einnahme, das Risiko für Fehlbildungen insgesamt veringert.

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