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Hilfe bei Übergewicht

2012 Januar 18

Von Fettleibigkeit, medizinisch als Adipositas bezeichnet, spricht man, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 liegt. Errechnet wird der BMI, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Größe (in Meter) teilt.

Fettreiche Ernährung, wenig Bewegung aber auch psychische Belastungen wie Einsamkeit, Depression, Trauer können zu starkem Übergewicht führen. Die genetische Disposition spielt bei Fettleibigkeit nur eine geringe Rolle. Allerdings gibt es auch Krankheiten, die Adipositas begünstigen, am häufigsten ist dies eine Schilddrüsen-Unterfunktion.

Anders als leichtes Übergewicht kann Adipositas eine Reihe von Folgeerkrankungen nach sich ziehen und ist somit lebensverkürzend. Die gute Nachricht: Wer es schafft abzunehmen, wird nicht nur eine deutliche Besserung der Lebensqualität verspüren, sondern kann Folgeerkrankungen häufig noch abwenden.

Was hilft bei Übergewicht? Wer bereits viele überflüssige Kilos auf die Waage bringt, der hat in der Regel auch schon erfolglos verschiedene Diäten ausprobiert. Wer versucht hat, schnell abzunehmen, der hat sich zudem mit jedem Diätversuch durch den Jo-Jo-Effekt weitere Pfunde auf die Rippen geladen.

Wer dauerhaft abnehmen will, der braucht Geduld und Disziplin. Adipositas wird auch Fettsucht genannt. Und wie jede Sucht lässt sie sich nur bekämpfen, wenn der Betroffene aktiv mitarbeitet. Nur die Umstellung von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten führt zum gewünschten Gewichtsverlust.

Die Behandlung kann stationär stattfinden oder aber ambulant in der Zusammenarbeit mit einem Arzt. Der Betroffene bekommt Unterstützung von einem Ernährungsberater. Dieser wird in der Regel zunächst anordnen, ein Ernährungstagebuch zu führen: Wie viel wird zwischendurch genascht? Wie oft werden die Reste vom Kinderteller noch aufgegessen? Wann kommen die Heißhungerattacken? Häufig ist das schon der erste Aha-Moment.

Die Diätberatung wird einen Plan mit einer Reduktionskost erstellen, die weniger auf strikte Verbote als vielmehr auf eine ausgewogene Ernährung setzt. Dabei ist es wichtig, realistische Ziele zu setzen, die der Patient auch erreichen kann.
Betroffene Übergewichtige finden es oft hilfreich, sich in Gruppen zusammenzuschließen, sich dort über Freud und Leid auszutauschen und sich immer wieder gegenseitig zu motivieren. Auch finden sich dort Gleichgesinnte für gemeinsames Walken, Radeln oder Schwimmen. Denn zusätzliche Bewegung ist unerlässlich für die langfristige Gewichtsreduktion.

Da extremes Übergewicht nie aus der reinen Freude am Essen entsteht, sondern auch seelische Ursachen hat, ist eine begleitende Therapie für Betroffene hilfreich. Hier werden die Ursachen des Überessens aufgedeckt. In einer Verhaltenstherapie wird außerdem ein neues Gefühl für Hunger, Essen und Sättigung erlernt. Mit einer Ernährungsumstellung sind die Aussichten gut, dass langfristig eine Gewichtsverminderung erreicht wird und das reduzierte Gewicht gehalten werden kann.

Nur wenn diese Maßnahmen ohne Erfolg bleiben und weiterhin extremes Übergewicht besteht, sollten eine medikamentöse Behandlung oder chirurgische Eingriffe wie eine Magenverkleinerung oder ein Magenband in Erwägung gezogen werden.

  1. Februar 15, 2012

    Hallo zusammen, sehr guter und ausführlicher Artikel. Allerdings erlaube ich mir, das Ganze langsam etwas positiver zu sehen. Mir ist es durch bewusstes Entspannen und viel darüber schreiben geglückt, meine überflüssigen Kilos loszuwerden. Ich war lange Zeit nicht im Urlaub gewesen und mir tat es richtig gut, einfach mal abzuschalten. :)

  2. März 30, 2012

    Mir hat es auch geholfen, mir mehr Zeit für mich zu nehmen – sonst wird Essen schnell zum Tröster. Mehr auf sich achten, das bringt mehr als jede Diät!

  3. Mai 11, 2012

    Zum Abnehmen gibt es eigentlich nur eine goldene Regel :)

    Friss die Hälfte:)

    Mal ganz ehrlich man ist häufig relativ schnell satt und ist dann weiter weil einfach der Appetit da ist:)

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