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Kann Stress glücklich machen kann?

2011 März 15

Stress hat in der Umgangssprache einen sehr negativen Klang. Wird dieser Begriff gehört, denken die meisten Menschen sofort an die üblichen Stress-Situationen: Man müsste eigentlich schon längst das Haus verlassen haben, um noch rechtzeitig am Bahnhof anzukommen, kann aber die Autoschlüssel nicht finden, dann klingelt das Telefon und der Hund bellt, weil er dringend vor die Tür muss. Diese und ähnliche Situationen verstehen die meisten Menschen unter dem simplen Begriff Stress. Dass uns Stress aber auch helfen und sogar glücklich machen kann, ist den meisten Personen gar nicht bekannt.

Positiver Stress und negativer Stress

Im Fachjargon unterscheidet man insbesondere zwischen zwei Arten von Stress: Eustress und Distress.

Der negative, oben beschriebene Stress heißt Distress und wird jedem Menschen schon einmal begegnet sein. Distress entsteht besonders dann, wenn bestimmte Situationen den betroffenen Menschen einfach überfordern. In unserer Gesellschaft tritt dies häufig in Wettbewerbssituationen auf, oder auch dann, wenn wichtige Entscheidungen oder Aktionen ausgeführt werden müssen und sich die Person nicht in der Lage sieht, diese Hürden zu überwinden. Für Schüler und Studenten sind dies beispielsweise wichtige Klausuren, im Berufsalltag wäre etwa Termindruck aufgrund einer einzuhaltenden Deadline verbunden mit Schwierigkeiten im Alltag zu nennen. Erfolg kein Ausgleich des Distresses, wird die Person müde, lustlos und leidet unter einem Mangel an Aufmerksamkeit. Ständiger Stress ohne eine Therapie zur Bewältigung jenes Distresses kann auf längere Sicht auch zum Burnout führen.

Abseits dessen gibt es jedoch auch positiven Stress. Dieser nennt sich Eustress und wird vielen Menschen schon einmal begegnet sein, wenn sie mit Bekannten oder Freunden reden, und Sätze wie „Ein bisschen Stress brauche ich einfach, um besser zu funktionieren“ fallen. Dabei handelt es sich dann um Eustress, der die Person zu höheren Leistungen animiert. Dieses Szenario kann beispielsweise dann auftreten, wenn eine bestimmte Belohnung die Person zur Leistung animiert – eine Gehaltserhöhung bei einer bestandenen längerfristigen Aufgabe oder auch eine Belohnung für Schüler bei erfolgreich absolvierten Klausuren wären hier typische Beispiele. Dieser Stress ist auch auf längere Sicht positiv für Psyche und Physis und sollte somit ruhig häufig „genutzt“ werden.

Eustress oder Distress

Um im Leben auch auf längere Sicht glücklich zu bleiben, heißt die Regel ganz klar: auf Distress so gut es geht verzichten, Eustress suchen. Auf Distress zu verzichten, ist zwar nicht immer möglich; dennoch sollte auf jeden Fall versucht werden, den bösartigen Stress durch verschiedene und vor allem schnell wirksame Therapien zu unterbinden – auch Eustress wäre übrigens eine solch geeignete Therapie!

  1. Dezember 11, 2011

    Guter Artikel. Vielen Dank dafür und weiter so!

    Grüße, Selina

  2. Januar 18, 2012

    Wirklich sehr gut.
    Ich muss ein Referat über Distress machen… ihr habt mir echt geholfen

    Vielen Dank!

  3. April 3, 2013

    Sehr guter Artikel, damit war die Biologie Hausaufgabe recht leicht. Danke

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